No pain, no gain!

Es ist einer dieser Samstage, das Wetter ist herrlich, die Sonne lacht vom Himmel und alle sind im Freibad. Alle? Nicht ganz, denn einige Wenige haben sich im Velodrom Suisse eingefunden um Alain Hinzen bei seinem Stundenweltrekordversuch zu pushen. Rund ein Dutzend radbegeisterte Liegerad- und Velomobil-Fahrer aus Deutschland und der Schweiz fanden sich im Velodrom ein um Alain anzufeuern.

Eigentlich wollte ich auch mit dem Liegerad anreisen, aber Beruf geht vor und so blieb mir bei dem Streckenprofil nur die Wahl des Autos. Ich war rechtzeitig da und konnte mir die Zeit bis zum Start noch etwas verdingen. Nach einer kleinen Stärkung plauderten wir etwas unter Radfahrern, fachsimpelten mit den anwesenden Birk Comet-Piloten. Der Start rückte näher, Alain hatte sich bereits warm gefahren.

Velodrome Suisse
So sieht es im Velodrome Suisse aus – Alain ist bereits auf seiner Rekordfahrt unterwegs

Kurz nach dem Start war Alain mit einer Geschwindigkeit von über 56 Stundenkilometern unterwegs. Bei der sommerlichen Hitze eine Wahnsinnsleistung. Er die Geschwindigkeit hoch zu halten, doch ganz so leicht war es nicht. Runde für Runde wurde er langsamer, konstant wie ein Uhrwerk. Sollte es am Ende für einen neuen Rekord reichen?

An der Anfeuerung sollte es auf jeden Fall nicht scheitern, denn es wurde immer wieder lautstark gerufen. Und so waren alle gespannt, welche Strecke am Ende rauskommen sollte? Gut in Form und bestens informiert durch die väterlichen Informationen rief Alain seine Leistung ab und sollte am Ende für all die Mühen belohnt werden.

Alain auf der Rekordfahrt
Alain auf der Rekordfahrt

Alain fuhr in einer Stunde mit seiner „Cobra“ die schier unglaubliche Strecke von 54’818 m, dies entspricht einer Durchschnittsgeschwindigkeit von sage und schreibe 54.818 KM/h.

Er ist mit seinen 54,818 Kilometern selbstredend nun der Athlet, der im Tissot Velodrome in einer Stunde die weiteste Strecke zurückgelegt hat (bisher Rohan Dennis 52,491 Kilometer). Wahrlich mehr als nur beachtlich für einen Amateur-Rennfahrer.

 

Ein lesenswerter Artikel über den erfolgreichen Weltrekordversuch erschien im Grenchner Tagblatt.

Glücklich und zufrieden schaut der amtierende Stundenweltrekordler aus. Getreu dem Motto „No pain, no gain!“ hat es sich gelohnt.

Glücklicher Weltrekordhalter
Alain Hinzen mit der Cobra

Weitere Bilder findet man auf Droplimits.com. Wer meint, dass eine Stunde ja gar kein Problem sei, dem sei der 12-Stunden-Rekord empfohlen.

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