Was mit einem gelben Fass begann…

Es ist einer dieser leicht verschneiten Tage im Vorfrühling Anfang März. Kalt, leichter Schneefall und die Bahn, pünktlich. Nach einem langen Arbeitstag möchte man nur noch nach Hause. Es versteht sich von selbst, die Wahl fällt auf ein ökologisches Transportmittel, die Bahn. Meistens pünktlich und zuverlässig, sicher und auch bequem. Zugfahrergespräche und die ruhige Zeitungslektüre sind zur angenehmen Gewohnheit geworden. Fünf Stationen noch, dann endlich zu Hause.

Die Medien sind voll davon. CO2-Fußabdruck, Umweltschutz und das schlechte Gewissen das Auto zu benutzen. Der Zug, treuer Begleiter, pünktliches Verkehrsmittel und manchmal so gemütlich. Schnell und sicher. „Grenzübertritt nur mit gültigen Einreisedokumenten und ohne Abgabepflichtige Waren gestattet.“ – Ist ja klar – jeden Tag die freundliche Stimmte, gleich zweimal. Grenzgänger und Berufspendler im Dreiländereck, fast wie eine kleine Familie in dieser Welt, entschleunigt am Abend.

Bei gefühlt viel zu kalten Frühlingstemperaturen fährt der Zug nach erfolgreicher Grenzpassage nun in den Bahnhof ein, deutsche Seite versteht sich. Ein gelber Gegenstand verschwindet aus dem Augenwinkel. Was war das doch gleich. Egal, wieder so ein Tigerentenfahrrad oder eine große Tasche im Fahrradabteil. Endlich Feierabend, IPod und nur noch nach Hause. Wen kümmert schon ein gelber Gegenstand im Fahrradabteil?! Hinsetzen, Zeitungslektüre, Sudoku, oder einfach nur ein kleines Nickerchen. Jeder hat im Feierabendverkehr so seine Rituale. Anhalten, Losfahren. Anhalten, … Ein Bahnhof nach dem nächsten. Am Zweiten – Fahrtende. „Bitte verlassen Sie den Zug, es befindet sich ein Fass mit radioaktivem Inhalt im Zug.“ Puh, keine Panik, die Leute verlassen allesamt den Zug, schauen will jeder, gelernt hat man im Katastrophenschutz etwas anderes.

Feierabendunterbrechung. Mit ein wenig Hintergrundwissen in dem ganzen ABC-Thema beginnt sich ein Szenario im Kopf abzuspulen. Das könnte ungefähr wie folgt aussehen: Da kommt mit Tatütata die Feuerwehr mit dem Gefahrstoffzug und untersucht die Gefahr, gibt Entwarnung und alle können beruhigt wieder einsteigen. Im Anschluss daran wird das Fass mitgenommen, Spurensicherung und das ganze Theater. Die Reise dauert länger, aber bei der Unterhaltung, nimmt man das gerne in Kauf.

Doch die Realität ist ernüchternd. Bahnpolizei, Schaulustige, das Fass auf den Bahnsteig gestellt, den Zug einmal auf verdächtige Gegenstände abgelaufen, freigegeben. 45 Minuten später hat der Bahnalltag die Feierabendfahrer wieder. Alltagsgeschäft für einen Bundespolizisten. Umgang mit Gefahrgut, Messgeräte für Radioaktivität, Dekontamination? Vorbereitung bei der Bundespolizei und Bahn auf einen solchen Vorfall? Anschlag mit radioatkiven Stoffen? Naja, bald ist ja Feierabend. Unnötige Gedanken in einer sicheren und mordernen Welt, die Dank der modernen Technik und immer weniger Menschen auf alles Vorbereitet ist. Auch auf das Ende eines langen Arbeitstages.

Der Arbeitstag endet in der Statistik – eine weitere „Störung im Betriebsablauf“!

Neulich im Kino – Antik

Es läuft ein Film von Guy Ritchie, es geht um zwei Detektive im früheren London kurz vor der Jahrhundertwende. Die ganze Reihe neben zwei reiferen Besucher ist gut gefüllt mit Teenagern. Nach ein paar Minuten Film:

A: „Mann, der Film ist ja ganz schon antik, alles so altmodisch…“

M&N: *Kopfschütteln* 😀

Zuggespräche…

A: Hej, man (Handabklatschen, usw…)

B: Nicht zu cool Mann! Warum meldest Dich nicht?!

C: Alder, mein Handy ist im Ar…!

M: Da gehört das nicht hin. 😀

Weltrekord – die beste Werbung der Welt

Nicht jeder kennt das Gefühl einen Weltrekord aufzustellen. Manche Leute müssen illegale/halb legale Aktionen dafür starten.

Anders zwei Herren von der Emirates Aviation Society. Diese durften nach der Eröffnung des höchsten Gebäudes der Welt, dem Burj Chalifa in Dubai, „offiziell“ herunterspringen. Das ganze sehr anschaulich in Bild und Ton dokumentiert.

Die Fakten:

  • Gebäudehöhe: 828 Meter
  • Absprunghöhe 627 Meter
  • Springer: Nasr Al Niyadi und Omar Al Hegelan
  • Geschwindigkeit: 220 km/h
  • Zeitdauer bis Boden : 90 Sekunden

Bilder und Videos unter anderem auf Spiegel-online oder der youtube.

Das ein Brite dort während der Bauphase schon runter ist, kann man sich hier anschauen.

Und als der Brite dort war, ging der Lift nicht. Er lief über die Treppe bis in den 150. Stock.

Und weil der Mensch nie genug kriegen kann, ist er ein paar Tage später nochmals runter gesprungen. Mit dem Resultat, ja schaut es Euch an.

Prosit Neujahr

Allen meinen Lesern ein guten Start in das neue Jahr, diesmal ohne große Vorsätze, dann fällt das Halten nicht so schwer. 😉

Neulich dann noch auf der Straße aufgeschnappt. Ein Gespräch über MOLAs, MISTs und ABHÄ – der genaue Wortlaut wird aus Zensurgründen nicht aufgeführt.

Prost Neujahr!

Wahre Worte

„Hoffnung ist nicht die Überzeugung, dass etwas gut ausgeht, sondern die Gewissheit, dass etwas Sinn hat, egal wie es ausgeht“ – Václav Havel