No pain, no gain!

Es ist einer dieser Samstage, das Wetter ist herrlich, die Sonne lacht vom Himmel und alle sind im Freibad. Alle? Nicht ganz, denn einige Wenige haben sich im Velodrom Suisse eingefunden um Alain Hinzen bei seinem Stundenweltrekordversuch zu pushen. Rund ein Dutzend radbegeisterte Liegerad- und Velomobil-Fahrer aus Deutschland und der Schweiz fanden sich im Velodrom ein um Alain anzufeuern.

Eigentlich wollte ich auch mit dem Liegerad anreisen, aber Beruf geht vor und so blieb mir bei dem Streckenprofil nur die Wahl des Autos. Ich war rechtzeitig da und konnte mir die Zeit bis zum Start noch etwas verdingen. Nach einer kleinen Stärkung plauderten wir etwas unter Radfahrern, fachsimpelten mit den anwesenden Birk Comet-Piloten. Der Start rückte näher, Alain hatte sich bereits warm gefahren.

Velodrome Suisse
So sieht es im Velodrome Suisse aus – Alain ist bereits auf seiner Rekordfahrt unterwegs

Kurz nach dem Start war Alain mit einer Geschwindigkeit von über 56 Stundenkilometern unterwegs. Bei der sommerlichen Hitze eine Wahnsinnsleistung. Er die Geschwindigkeit hoch zu halten, doch ganz so leicht war es nicht. Runde für Runde wurde er langsamer, konstant wie ein Uhrwerk. Sollte es am Ende für einen neuen Rekord reichen?

An der Anfeuerung sollte es auf jeden Fall nicht scheitern, denn es wurde immer wieder lautstark gerufen. Und so waren alle gespannt, welche Strecke am Ende rauskommen sollte? Gut in Form und bestens informiert durch die väterlichen Informationen rief Alain seine Leistung ab und sollte am Ende für all die Mühen belohnt werden.

Alain auf der Rekordfahrt
Alain auf der Rekordfahrt

Alain fuhr in einer Stunde mit seiner „Cobra“ die schier unglaubliche Strecke von 54’818 m, dies entspricht einer Durchschnittsgeschwindigkeit von sage und schreibe 54.818 KM/h.

Er ist mit seinen 54,818 Kilometern selbstredend nun der Athlet, der im Tissot Velodrome in einer Stunde die weiteste Strecke zurückgelegt hat (bisher Rohan Dennis 52,491 Kilometer). Wahrlich mehr als nur beachtlich für einen Amateur-Rennfahrer.

 

Ein lesenswerter Artikel über den erfolgreichen Weltrekordversuch erschien im Grenchner Tagblatt.

Glücklich und zufrieden schaut der amtierende Stundenweltrekordler aus. Getreu dem Motto „No pain, no gain!“ hat es sich gelohnt.

Glücklicher Weltrekordhalter
Alain Hinzen mit der Cobra

Weitere Bilder findet man auf Droplimits.com. Wer meint, dass eine Stunde ja gar kein Problem sei, dem sei der 12-Stunden-Rekord empfohlen.

Ein, zwei runde Geburtstage werfen ihre Schatten voraus

Der THW Ortsverband Müllheim feiert nächstes Jahr das 50-jährige bestehen. Am 1. Dezember 1957 wurde unser Ortsverband offiziell gegründet und dies möchte gebührend gefeiert werden. Gleichzeitig feiert die THW-Jugend Müllheim ihren 40. Geburtstag – Grund genug, verschiedene Aktionen über das Jahr zu starten.

Aus diesem Anlass wird es im Laufe des nächsten Jahres verschiedene Aktivitäten und Anlässe geben, an denen sich das THW in Müllheim der interessierten Bevölkerung präsentiert. Auch die Jugendgruppe trägt einen Teil zu dieser Arbeit bei.

Mit dem Ortsverband Lampertheim hatte ich bereits das Vergnügen an einer 50-Jahrfeier teilnehmen zu dürfen. Es steckt Arbeit dahinter, man lernt eine ganze Menge und es macht richtig Spass. Sind wir also gespannt, was im Laufe des nächsten Jahres alles passieren wird.

Von Konstanz nach Efringen-Kirchen – Liegeradtour entlang des Rheintal-Wegs (2/2)

Dies ist der zweite Teil meines kleinen Radreiseberichtes. Den ersten Teil findet Ihr hier.

Etappe 2: Neuhausen am Rheinfall – Weil am Rhein – Efringen-Kirchen

Nach einer entspannten Nacht im Kojenlager der Jugendherberge Dachsen auf Schloss Laufen am Rheinfall setzte ich meine Fahrt nach einem kurzen Frühstück mit anschliessender Besichtigung des Rheinfalls fort.

Blick auf den Rheinfall
Blick auf den Rheinfall

Es war erstaunlich ruhig am Rheinfall. Wenig Touristen, hauptsächlich Inder und Pakistani, vor dieser malerischen Kulisse mit dem brausenden Wasser und seiner grünen Einfassung.

Blick auf den Rheinfall und das Schloss
Blick auf den Rheinfall und das Schloss Laufen

Verlässt man Neuhausen am Rheinfall, so hat man die Wahl zwischen mehreren Radwegen. Sie sind allesamt sehr gut ausgeschildert. Ich blieb auf dem Rheintal-Weg und folgte dem Wegweiser.

Wegweiser
Wegweiser

Innerhalb kürzester Zeit passiert man zwei Mal die Deutsch-Schweizer Grenze, und gleich nach einem knackigen Anstieg im Wald erreicht man die leicht wellige Landschaft hinter Jestetten. Spätestens jetzt wussten auch die Oberschenkel, warum das Frühstück heute morgen so nahrhaft gewesen war.

Verlassener Grenzübergang
Verlassener Grenzübergang

Ganz gemächlich gleitet man jetzt bergab durch Felder und Wiesen und kommt zunächst nach Rafz. Dieses Dorf zeichnet sich durch viele erhaltene und top gepflegte Fachwerkhäuser aus, die allesamt mit einem rötlichen Anstrich der Balken versehen sind. Sehr schön anzuschauen.

Typische Häuser in Rafz
Typische Häuser in Rafz

Ich passierte kurz hinter Wasterkingen erneut die Deutsch-Schweizer Grenze und folgte Umdrehung für Umdrehung der Kurbel dem Radweg Richtung Waldshut.

Grenzübergang bei Wasterkingen
Grenzübergang bei Wasterkingen

Der Radweg folgt jetzt wieder dem Hochrhein. Mal ein paar Meter näher dran, mal ein wenig abseits davon. Vom Rad aus kann man den Blick über die Felder schweifen lassen, oder auch auf der Schweizer Rheinseite das ein oder andere Bauwerk sehen.

Mühle auf der schweizer Rheinseite
Mühle auf der schweizer Rheinseite

Das Getreide stand hoch, die Sonne war recht unbarmherzig und die ersten Wölkchen zogen auf. Mein Hunger meldete sich langsam – das Ziel Waldshut rückte in greifbare Nähe. Vorbei war es mit der Ruhe, an diesem Tag wurde der Flughafen Zürich über diesen Korridor angeflogen. Die Flugzeuge flogen wie auf einer Schnur gezogen im Minutentakt über mich hinweg.

Felder und Wiesen
Felder und Wiesen

Ich stärkte mich mit einer leckeren Lasagne in der Fussgängerzone von Waldshut und genoss das Flair rund um die Restaurants. Nach einer ausgiebigen Pause füllte ich meine Trinkflaschen zum dritten oder vierten Mal auf und setzte meine Reise Richtung Albbruck fort. Die ehemalige Papierfabrik ist von Weitem sichtbar, die ersten Spuren des Rückbaus sind unübersehbar.

Atomkraftwerk im schweizerischen Leibstadt
Atomkraftwerk im schweizerischen Leibstadt

Als Nächstes passierte ich die Grenzstadt Laufenburg. Die beiden Ortschaften in Deutschland und der Schweiz sind durch eine historische Steinbrücke verbunden. Aus zeitlichen Gründen konnte ich der historischen Altstadt auf Schweizer Seite keinen Besuch abstatten.

Blick auf Laufenburg
Blick auf Laufenburg

Kurz vor Obersäckingen passierte ich den achten Längengrad und fühlte mich jetzt bereits wieder „zu Hause“. An diesem Ort ist der Wechsel des Längengrads an einer hölzernen Brücke markiert. Ab sofort herrschte wieder „James Bond“!

Südlichster Punkt des 8. Längengrades in Deutschland
Südlichster Punkt des 8. Längengrades in Deutschland

Nach einer kurzen Fahrt über Murg erreichte ich schließlich Bad Säckingen und war froh, am Kraftwerk meine Wasservorräte erneut auffüllen zu können. Hier wird, wie an vielen anderen Stellen am Hochrhein, aus Wasserkraft Strom erzeugt.

Kraftwerk Bad Säckingen
Kraftwerk Bad Säckingen

Der Radweg geht ab hier direkt am Rhein entlang und schlängelt sich abwechselnd durch Ortschaften, über asphaltierte Wege und durch Naturgebiete. Dort trifft man freundliche Menschen und „wilde“ Tiere ohne Scheu.

Enten und Schwäne ohne Furcht
Enten und Schwäne ohne Furcht

Dieser Weg zieht sich bis nach Schwörstadt, bevor man über die Felder nach Karsau kommt. Von dort geht es durch Wohngebiete und parallel zur Bundesstrasse nach Rheinfelden. Auf Grund von Baustellen und Umleitungen bin ich ein ganzes Stück durch die Stadt gefahren, bevor es dann erneut in die Schweiz ging.

Blick auf den Rhein
Blick auf den Rhein

Nachdem ich Basel erreicht hatte, bog ich rechts ab Richtung Riehen, füllte ein letztes Mal meine Getränkeflaschen auf und radelte durch die „Langen Erlen“ Richtung Weil am Rhein. Ich passierte die Grenze in Otterbach und war somit in der Stadt der Stühle angekommen.

Grenzübergang Weil am Rhein Otterbach
Grenzübergang Weil am Rhein Otterbach

Vorbei am Vitra Rutschturm fuhr ich nun über Haltingen zurück nach Efringen-Kirchen und genoss den Abend bei einem leckeren Essen mit der Freundin im Gasthaus Anker.

Vitra Rutschenturm
Vitra Rutschenturm

Fazit

Ich legte in zwei Tagen mit dem Liegerad 192 km mit insgesamt 796 Höhenmetern zurück. Für die zwei Etappen benötigte ich eine Gesamtfahrzeit von knapp 9 Stunden und 45 Minuten. Das Grinsen auf meinem Gesicht ist immer noch nicht verschwunden und die Muskeln fühlen sich entspannt an.

 

Von Konstanz nach Efringen-Kirchen – Liegeradtour entlang des Rheintal-Wegs (1/2)

Die Idee

Seit Kindesbeinen an fahre ich gerne und regelmäßig Rad. Aller Anfang ist schwer und so gibt es den ein oder anderen Beweis, wie ich als „blutiger“ Anfänger meine Schwierigkeiten mit dem Stützrädern am wackligen Kinderfahrrad hatte. Seit dem hat sich die Uhr fast unendlich oft weitergedreht und es ist einiges passiert. Zum normalen „Aufrechtrad“ ist mitlerweile ein Liegerad Flux S900 UL hinzugekommen, das ich fleißig zum Pendeln ins Büro, für kleine Ausfahrten mit der Freundin und mehr und mehr für ausgiebige Touren benutze.

Die Idee einer längeren Radtour enstand gemeinsam mit einem Freund und sowohl der Termin als auch das Ziel standen fest. Aufgrund verschiedener Umstände, die nicht planbar waren, wurde diese Radtour auf einen späteren Zeitpunkt verschoben. Da ich bereits Urlaub genommen hatte, musste kurzfristig eine „Ein-Personen“-Alternative gefunden werden. Nach kurzer Überlegung, Prüfen des Wetters und des vorhandenen Zeitfensters, entschied ich mich für den Rheintal-Weg.

Der Rheintal-Weg

Der Rheintal-Weg ist Bestandteil/läuft parallel zum europäischen Rheinradweg EuroVelo 15. Der Radweg ist gut ausgeschildert, durchgehend vernünftig ausgebaut und nicht besonders schwer zu fahren. Er führt entlang des Rheins und zeigt eine herrliche Vielfalt an Natur, Landschaft und Bauwerken.

Route des Rheintalwegs
Route des Rheintalwegs

Ich entschied mich für die Etappe von Konstanz nach Weil am Rhein, mit einer Übernachtung irgendwo in der Nähe von Schaffhausen. Das Streckenprofil zeigt ein leichtes Gefälle entlang des Weges, ab und zu gibt es einen kurzen, knackigen Anstieg, der den Muskeln signalisiert, wieso man auf dem Rad sitzt, bzw. in meinem Fall liegt.

Der Weg passiert die Deutsch-Schweizer Grenze acht Mal und verläuft größtenteils auf der rechten (nördlichen/deutschen) Rheinseite. Alternativ könnte man auch auf der Schweizer Seite fahren, aber das probieren wir ein anderes Mal.

Vorbereitungen

Die Webseite des Tourismus-Verbandes Baden-Württemberg bietet detaillierte Informationen (Karten, GPS-Tracks und Lesematerial) an. Bei meinen Recherchen bin ich auf die Seite des „Bodenseepeter“ gestoßen und habe aus seinem Reisebericht den GPX-Track heruntergeladen und auf meiner Reise genutzt. Dieser ist nicht ganz aktuell und an manchen Stellen leider nicht korrekt, aber trotzdem brauchbar.

Zusätzlich habe ich von Geocaching.com und Opencaching.de eine Hand voll einfacher Geocaches auf das Garmin Oregon 650 geladen, um unterwegs ein paar interessante Orte zu entdecken, die minimal abseits der Route liegen durften.

Auf der Webseite der Bahn habe ich eine Zugfahrkarte gekauft und mich nach den Fahrradtransportmöglichkeiten umgeschaut. In den Regionalzügen der Rheintalbahn und zwischen Basel und Konstanz hat es überall Fahrradabteile, in die das Liegerad problemlos passt. Hierbei gilt es zu beachten, dass je nach Reisezeit eine Radfahrkarte gekauft werden muss.

Der Wetterbericht sagte für die nächsten zwei Tage perfektes Sommerwetter voraus, so dass meine Wahl auf eine leichte Radbekleidung aus Outdoor-Hemd, Funktions-T-Shirt und Radshorts fiel. Für die kälteren Abende hatte ich eine leichte Jacke und lange Wechselkleidung dabei. Zusammen mit einem Schlafanzug, den Hygieneartikeln, einer Zeitung für die Zugfahrt und ein paar elektronischen Kleinigkeiten passte dies alles zusammen mit einem Fahrradschloss und ein wenig Bordwerkzeug in meine zwei mittelgroßen roten Fahrradtaschen.

Mein Liegerad hatte ich ein paar Tage zuvor erst mit Sommerreifen (Schwalbe Kojak) versehen und in diesem Zusammenhang einen kleinen technischen Check inklusive einer Kettenreinigung ausgeführt. Somit war von dieser Seite aus nichts zu erwarten.

Das Liegerad am Abreise am Heimatbahnhof Efringen-Kirchen
Abreise am Heimatbahnhof Efringen-Kirchen

Für die Versorgung unterwegs hatte ich mehrere „Notriegel“, etwas Obst in Form von Banane und Apfel, sowie zwei Getränkeflaschen am Rad dabei. Da es unterwegs so viele Einkaufsmöglichkeiten und Versorgungsstellen hat, war mehr Proviant nicht notwendig. Die Sonnencreme und den Fahrradhelm hatte ich griffbreit verstaut, bzw. Letzteres während des Fahrens auf dem Kopf.

Anreise

Die Anreise erfolgte per Bahn und verlief problemlos. Ich musste in Basel am Badischen Bahnhof und in Singen (Hohentwiel) umsteigen, jedoch ohne den Bahnsteig zu wechseln. Somit blieb mir die Tragerei des bepackten Rades erspart. Die Fahrzeit von 2:38 Stunden war bei einem leeren Fahrradabteil und angenehmer Lektüre, sowie dem Ausblick in die tolle Landschaft sehr entspannend. Eine nette junge Dame half mir noch mit dem Rad aus dem Zug.

Getränkeflaschen
Flüssigkeitsvorrat

Bevor ich richtig startete füllte ich nochmals meine Energiespeicher mit einem leckeren vegetarischen Essen bei Eugens Bio Cafe Restaurant in Konstanz. Ein perfekter Ort zum Starten in dieses Radabenteuer!

Speisekarte von Eugens Restaurant
Speisekarte von Eugens Restaurant

Etappe 1: Konstanz – Neuhausen am Rheinfall

Die erste Etappe sollte mich nördlich um den Untersee des Bodensees führen und langsam entlang des Hochrheins bis nach Neuhausen am Rheinfall bringen. Da ich erst am späten Mittag nach einer ausgiebigen Stärkung in Konstanz gestartet bin, erschien mir die Aufteilung des Weges in  1/3 zu 2/3 als sinnvoll – und ich sollte am späten Abend in Neuhausen Recht behalten.

Ich rollte also gemütlich durch Konstanz, überquerte den Seerhein und folgte dem Radweg entlang des Rheinsees in Richtung Allensbach. Der neue Radweg verläuft hier entlang der Bahnlinie des Seehaas, etwas abseits des Sees hinter einem Industriegebiet. Nachdem man den Abzweig zur Insel Reichenau passiert hat, folgt man dem Verlauf des Radweges entlang des Gnadensees.

Rad vor dem Kloster Hegne
Kloster Hegne

Vorbei am Kloster Hegne geht es parallel zum See weiter Richtung Allensbach. Auf diesem sehr gut ausgebauten Radweg bleibt unterwegs immer Zeit für einen Blick auf den See. Sehr empfehlenswert.

Blick auf den See
Seeblick

Von dort aus erreicht man nach kurzer Fahrt Radolfzell. Nun folgt der Radweg weiter dem Zeller See und über Salenhofen, Hemmenhofen und Öhningen geht es vor bei Strandbädern und Campingplätzen durch Felder und Wiesen Richtung Stein am Rhein.

Schwimmerin im See
Schwimmerin im See

Unterwegs habe ich einen sehr netten Radler getroffen, dem das Schicksal einen Streich gespielt hat. Eine gerissene Speiche verhinderte seine Weiterfahrt. Nach einer kurzen Reparaturpause aßen wir gemeinsam zu Abend, bevor sich unsere Wege kurz hinter der Deutsch-Schweizer Grenze trennten.

Altstadt in Stein am Rhein
Altstadt in Stein am Rhein

Ich fuhr dem Sonnenuntergang entgegen und begann, mir eine Unterkunft zu suchen. Dies zog sich entlang des Hochrheins ein wenig hin, sodass ich erst nach Einbruch der Dunkelheit in Neuhausen am Rheinfall ankam.  Ein kurzer Blick auf das GPS zeigte mir, dass die Jugendherberge oberhalb des Rheinfalls nur einen Steinwurf entfernt war – perfekt!

Fussball auf dem Handy
Fussball auf dem Handy

Wie es weiter geht, lest Ihr im zweiten Teil.

Tunnelblick

Es gibt eine Vielzahl an Varianten eine Skipiste runter zu fahren, aber vor dem Runter kommt das Rauf. Wer im Tal wohnt fährt mit dem Auto oder Skibus zunächst zur Gondelstation. Alternativ kann man natürlich auch die Standseilbahn oder Zahnradbahn nutzen.

Wer „oben“ im Dorf wohnt hat entweder das Glück, direkt zum Lift zu kommen, oder bedient sich eines Zubringers. Hier auf der Bettmeralp gibt es ein Förderband, welches in einem Tunnel verläuft. Von dort aus kann man direkt zum Sessellift oder zum Schlepplift abfahren. Ohne diese Verbindung würden jeden Tag Unmengen an Schweiß fließen, wenn man zur Riederalp möchte. 

Fahrt im Skitunnel
Fahrt im Skitunnel

Sehr angenehm zu fahren dieses Förderband und eindrücklich, wie die Wassertropfen das Band herunter kullern. Am Ende heißt es dann: „Skistöcke anheben und eine gute Fahrt.“

Ach ja, ich muss dann mal den Blick auf den Aletschgletscher weiter genießen. 

Der erste Schnee

Der September und der Oktober haben sich lange von der sonnigen Seite gezeigt. Die Temperaturen waren angenehm warm, eher untypisch nach dem gefühlt sehr verregneten Sommer. Auch wir haben die tollen Tage genutzt und die ein oder andere Radtour gemacht, waren draußen und genossen die warmen Sonnenstrahlen. Ob das jetzt bis Weihnachten so weiter geht?

Aussichtsplattform
Begrüßung auf der Aussichtsplattform

Gestern haben wir während eines kleinen Firmenanlasses in der Abteilung VuG zunächst den Fernsehturm St. Chrischona besucht und besichtigt. Der Blick von dort oben über die Region ist atemberaubend und einladend. Schade, dass man dort nicht öfters hoch kann. Aber wenn es geht, unbedingt einmal versuchen.

Panoramablick
Panoramablick vom St. Chrischona-Turm

Im Anschluss daran fuhren wir auf den Belchen. Dort war es ziemlich windig, neblig und auch „bitterkalt“. Ein starker Kontrast zum tollen Ausblick aus dem Fernsehturm, aber nicht minder eindrücklich und schön. Die Wolken haben sich mittlerweile ausgebreitet und zogen langsam zu.

Panoramablick
Panoramablick vom Belchen-Gipfel

Nach einer kleinen Stärkung in der Berghütte wanderten wir mit Fackeln zur Talstation der Gipfelbahn. Sehr, sehr eindrücklich und spannend.

Fußabdruck im Schnee
Fußabdruck im Schnee

 

Weber Rescue Days 2014

Die weltweit größte Veranstaltung für technische Hilfeleistung, die Weber Rescue Days 2014,  fand dieses Jahr in der Malteserstadt Heitersheim statt. Rund um das Gelände der Malteserhalle wurden in drei Veranstaltungstagen mehr als 700 Teilnehmer aus 20 Nationen in diversen Seminaren und Praxisstationen in modernen Techniken der technischen Hilfeleistung aus- und weitergebildet.

Rescue-Days-Teilnehmerband
Rescue-Days-Teilnehmerband

Die Feuerwehr Heitersheim hatte ein großes Helferteam zusammengestellt, zu dem auch Helfer des THW Müllheim gehörten. Ich durfte an zwei Tagen als Stationshelfer dem Thema LKW-Rettung beiwohnen und die Ausbilder des Weber Rescue-Teams bei der Schulung der Teilnehmer unterstützen. Am dritten Tag wurden die Stationen umgebaut und das Gelände für zirka 15’000 interessierte Zuschauer geöffnet.

Ein großer Erfolg war ebenfalls die große Ausstellung der Hilfsorganisationen, die während des gesamten Sonntags in der Innenstadt von Heitersheim stattfand. Dort präsentierten alle Hilfsorganisationen Ihre Fahrzeuge und Einsatzoptionen den interessierten Bürgern, die zahlreich erschienen und sich mit großem Interesse die ausgestellten Fahrzeuge der Hilfsorganisationen anschauten.

Nach insgesamt drei sehr interessanten Tagen mit vielen Eindrücken, positiven Gesprächen, neuen erlernten Dingen, etc., gingen dann auch die Weber Rescue-Days zu Ende und das große Aufräumen begann. Danke an alle Beteiligten und die Verantwortlichen für die Möglichkeit, dass ich an dieser Veranstaltung als Helfer teilnehmen durfte.

Hier noch ein paar Impressionen, die ich während der Veranstaltung aufnehmen konnte.

Helm eines Ausbilders
Helm eines Ausbilders an der LKW-Station
LKW-Rettung mittels hydraulischem Rettungsgerät
LKW-Rettung mittels hydraulischem Rettungsgerät
Umbau und Vorbereitung einer Station
Umbau und Vorbereitung einer Station
LKW-Rettung ist Team-Arbeit
LKW-Rettung ist Team-Arbeit
Weber Gerät
Weber-Gerät
Landung des Rettungshubschraubers
Landung des Rettungshubschraubers
Handarbeit am Lieferwagen
Handarbeit am Lieferwagen
Ausbilder aus Miami an der Station "little America"
Ausbilder aus Miami an der Station „little America“
THW-Fahrzeug und Rettungshubschrauber
THW-Fahrzeug und Rettungshubschrauber kurz vereint

Pax Fahrtenbuch – Multi-Organizer aufgebohrt

Der Pax „Fahrtenbuch – Multi-Organizier“ ist in letzter Zeit mein treuer Begleiter. Ich habe dort alle Unterlagen zur bevorstehenden Grundausbildungsprüfung der Helfer des THW Müllheim drin.

Pax Fahrtenbuch - Multi-Organizer geschlossen
Pax Fahrtenbuch – Multi-Organizer geschlossen

 

Die Mappe ist äußerst praktisch, hat meiner Meinung nach aber einen eklatanten Nachteil. Die Heftung des Inhaltes (gelochtes Papier, Klarsichthüllen, etc.) erfolgt lediglich mit zwei Ringen. Hierbei handelt es sich um einen leichtgängigen Heftverschluss, dessen Feder recht schwach ist.

Dies hat zur Folge, dass bei guter Füllung und normalem Gebrauch, sich nach dem Öffnen der Mappe oftmals eine lose Blattsammlung präsentiert. :-/ Gleich nach dem Kauf habe ich beim Verkäufer angeregt, doch eine vierfach-Heftung zu verwenden oder wenigstens optional anzubieten.

Pax Fahrtenbuch - Multi-Organizer Ringung alt
Pax Fahrtenbuch – Multi-Organizer Ringung alt

 

Der Umbau beginnt

Gestern war es nun soweit. Nach längerer beiläufiger Suche bin ich in einem alten Werbe-Ordner im Hause meiner Eltern fündig geworden. Die gewünschte 4-fach-Heftung in entsprechender Größe und vor allem mit einer geraden Kante! Nicht zu hoch und mit starker Feder.

Ein paar Edelstahl-Schrauben habe ich dann auch gleich mit eingepackt.

Pax Fahrtenbuch - Multi-Organizer 4-fach-Heftung vor Einbau
Pax Fahrtenbuch – Multi-Organizer 4-fach-Heftung vor Einbau

 

Material, Vorbereitung und Umbau

Für den Umbau braucht man ein wenig handwerkliches Geschick, zirka 15 bis 25 Minuten Zeit, eine Bohrmaschine mit 3 bis 5 Millimeter Metallbohrer, Seitenschneider, Pinzette oder Spitzzange, Schraubendreher, Steckschlüssel und ein kleines scharfes Messer.

Zunächst wird mit der Bohrmaschine und dem Metallbohrer, ich habe einen 3 Millimeter-Bohrer verwendet (der könnte aber größer sein) die Nieten der alten Heftung von innen aufgebohrt. Mit ein wenig Nachhilfe per Schraubendreher und Zange ließ sich die Nieten von innen problemlos lösen.

Um die zweite Hälfte der Niete zu entfernen habe ich auf der Aussenseite der Mappe einen zirka 1,5 cm langen Schnitt mit einem scharfen Messer gemacht. Der Schnitt befindet sich sehr nahe am festgenähten Reisverschluss zirka 2 cm oberhalb des gelben Reflexstreifens. Selbst bei offenem Reisverschluss ist er nicht sichtbar. Mit ein wenig Schieberei sind die zwei Nietenreste schnell entfernt.

Als nächstes habe ich die Lage der 4-fach-Heftung festgelegt, und angezeichnet. Wichtig hierbei: unbedingt mit Füllung testen, nicht dass man zu weit nach aussen rutscht!

Da ich M5er Edelstahlschrauben mit Flachkopf verwenden wollte, habe ich nun von innen (grau Seite) ein 5er Loch gebohrt. Bei langsamer Drehzahl und fester Unterlage  funktioniert das problemlos und ohne ausreissen des Materials. Anschließend die Schraube von Aussen mit dem Schraubendreher eindrehen.

Pax Fahrtenbuch - Multi-Organizer Flachkopfschraube aussen
Pax Fahrtenbuch – Multi-Organizer Flachkopfschraube aussen

 

Die mir zur Verfügung gestandene Schraube war etwas zu lange. So habe ich für die Befestigung des Hefters zu nächst eine Unterlegscheibe mit einer normalen Flachmutter verwendet. Diese wurde anschließend mit einer Hutmutter gekontert. Zusätzlich kommt Schraubensicherungslack zum Einsatz. Somit hat es weder scharfe Kanten, noch kann sich da jemals etwas lösen.

Pax Fahrtenbuch - Multi-Organizer Mutter und Hutmutter gekontert
Pax Fahrtenbuch – Multi-Organizer Mutter und Hutmutter gekontert

 

In der Gesamtansicht sieht das Ganze dann nach dem Umbau so aus:

Pax Fahrtenbuch - Multi-Organizer nach dem Einbau
Pax Fahrtenbuch – Multi-Organizer nach dem Einbau

 

Von aussen ist nichts zu sehen, da die Schrauben netterweise kaum auftragen und unterhalb des geschlossenen Reisverschlusses liegen.

Pax Fahrtenbuch - Multi-Organizer nach dem Einbau von aussen
Pax Fahrtenbuch – Multi-Organizer nach dem Einbau von aussen

 

Fazit:

Ohne großen Zeitaufwand und mit ein wenig handwerklichem Geschick kann man den größten Nachteil des Pax Fahrtenbuch – Multi-Organizer selbst beseitigen. In einem ersten Test hat sich der Organizer schon beweisen dürfen. Bisher ist alles an seinem Platz geblieben.

Packriemen aufgerollt – Schluss mit Chaos im Packsack

Ich benutze gerne diese praktischen Packriemen im Alltag. Man kann damit nicht nur Packsäcke verschnüren, Dinge zusammenbinden oder sein Fahrrad im Zug festmachen, sondern vor allem ein lustiges Spiel starten. Es heißt: „Tüddel die Knoten aus den Packriemen“. Ich denke, fast jeder hat es schon mal gespielt!?

Dies macht  allerdings keinen Spass wenn man zig Riemen im Gepäck hat und dann genau den einen braucht. Ich habe einige Versuche unternommen. Gummibänder, Aufwickeln mit Halbschlag, aber so richtig hat das alles nicht funktioniert.

Beim Aufräumen im Keller kam mir die Idee, das mit dem Aufwickeln doch mal ein wenig zu optimieren. Und siehe da, es funktioniert. Das Geheimnis liegt in der Rolle Rückwärts durch den kleinen Gurthalter hinter der Schnalle.

Normal ist der Packriemen lose – hier mal locker aufgerollt.

Loser Packriemen
Loser Packriemen

 

Vorgehensweise 

Das Verfahren ist recht einfach. Der Packriemen wird vor dem Aufrollen in der Mitte plus „Zuschlag“ geknickt. Die Schnalle muss hierbei so liegen, dass sie aussen zum Liegen kommt.

Jetzt wird das doppelt genommene Band aufgerollt und das lose Ende (im Bild rechts liegend) durch den Gurthalter gefädelt.

Aufgewickelte Rolle vor dem Rückschlagen
Aufgewickelte Rolle vor dem Rückschlagen

 

Nun kann man problemlos mit dem überschüssigen Gurt um die Rolle herumfahren und durch die Schnalle einfädeln. Einmal festziehen und gut ist.

Fest umschlungene Rolle
Fest umschlungene Rolle

 

Die Länge des „Restes“ auf der rechten Bildseite ist Übungssache. Ich bevorzuge einen etwas längeren Rest.

Fazit:

Mit geringem Aufwand hat man Ordnung im Rucksack, Packsack, Regal oder Schublade. Positiver Nebeneffekt: der Durchmesser lässt recht gut auf die Länge des Riemens schliessen, wenn mehrere Riemen beieinander liegen.

PS: Das Aufhängen der Riemen ist nur in der Garage oder im Keller am Regal eine Alternative.

Jedem Schuh sein neues Glück

Ich wollte vor so langer Zeit einen kleinen Artikel über meine neu besohlten und reparierten Wanderschuhe schreiben – aber die Zeit und Musse fand ich bisher nicht.

Wanderschuhe fast wie neu
Wanderschuhe fast wie neu

Thomas Hübner, ein gelernter Orthopädie-Schumacher hat sich meiner Wanderschuhe angenommen. Vom Baumklettern, Geocachen und Wandern war der Schuh sowohl auf der Oberseite, als auch an der Sohle stark gezeichnet. Da sich dann zu allem Übel beim Footlock-Klettern auch noch ein Schnürsenkelhaken verabschiedet hat, war es an der Zeit etwas zu unternehmen.

Irgendwie bin ich auf die Seite von Thomas gestoßen und nach einem kurzen und freundlichen Kontakt per E-Mail hat er sich meiner Patienten angenommen. Tadellose Arbeit zu einem absolut fairen Preis. Herzlichen Dank nochmals für die tolle Arbeit!

Apropos Arbeit. Thomas Webseite heißt www.happynewshoe.de – wie sonst!